Sechs Tage lang eroberten Kinder und Jugendliche aus Sachsen den Bautzener Stausee unter Segeln. Für einige war es das erste Mal auf dem Wasser – eine echte Bewährungsprobe bei typisch wechselhaftem Aprilwetter. Andere nutzten die Tage als gelungenen Auftakt in die neue Segelsaison.

Der WDL stellte mit fünf Booten der Klassen Optimist und 420er beinahe ein Viertel der gesamten Flotte. Auch das neue Trainerboot kam dabei erstmals zum Einsatz.

Die Bedingungen verlangten allen viel ab: Besonders die ersten beiden Tage waren von kräftigem Wind geprägt. Statt direkt aufs Wasser zu gehen, wurde zunächst an den Booten gearbeitet, getüftelt und die wichtigen Trimmeinstellungen optimiert – die Grundlage für erfolgreiche und sichere Segeltage. Auch die Slipbedingungen waren anfangs alles andere als ideal: Der niedrige Wasserstand verhinderte, dass der gastgebende Verein seine Steganlagen einsetzen konnte. Die Motorboote lagen bis Dienstag auf Reede und konnten nur per Fähre erreicht werden – eine zusätzliche logistische Herausforderung. Am Dienstag entspannte sich die Lage durch die Arbeit der Gastgeber und eine kleine Steganlage.

Teilnehmer Trainingslager Ostern

Im weiteren Verlauf wurde das Training in bis zu fünf Gruppen organisiert. Während die 420er- und Europe-Segler die weiter entfernten, tieferen Bereiche nutzten, um bei möglichen Kenterungen ausreichend Wasser unter dem Masttop zu haben, blieben die jüngeren Opti-Segler in sicherer Hafennähe.

Ab Mittwochnachmittag starteten schließlich die Wertungsregatten. Gleich vor der ersten Wettfahrt kam es jedoch zu einem Zusammenstoß zwischen einem Optimisten und einem 420er. Wie so oft traf es dabei den 420er härter – das Boot wurde beschädigt und musste die Wettfahrt vorzeitig aufgeben.

Trotzdem verliefen die Tage harmonisch und erfolgreich. Die Versorgung war wie immer perfekt, der Zeitplan gut abgestimmt und die Unterkunft warm. So konnten auch die theoretischen Ausbildungen gut und einprägsam vermittelt werden. Prüfungen zum Jugendsegelschein legten insgesamt 7 Segler ab – Frederik und Hendrik schlossen damit diese wichtige Etappe ihrer Ausbildung erfolgreich ab. Andere müssen ihr praktisches oder theoretisches Wissen noch ein wenig trainieren bzw. erweitern.

Bei der Auswertung am Samstagmittag konnten alle Segler und Seglerinnen eine Urkunde und einen kleinen Preis mit nach Hause nehmen. Mit den Transporten in die Heimatvereine endete für die meisten Teilnehmer das Trainingslager.